Physikalisch betrachtet ist Musik nicht mehr als die Abfolge einer Reihe akustischer Ereig-nisse in der Zeit, die sich aus einer Vielzahl von Schallwellen zusammensetzen und in Form eines komplexen Wechseldrucks auf unsere Ohren treffen.
Gehörte Töne werden jedoch erst im Zuge des Wahrnehmungsprozesses als Melodien oder Harmonien erkannt und als Musik in ihren vielfältigen Erscheinungsformen erlebt.
Doch wie werden Schallwellen zu musikalisch-ästhetischen Empfindungen? Zentrale Begriffe und Konzepte sollen anhand konkreter Beispiele aus der musikpsychologischen und musik-ethnologischen Forschung erörtert, sowie die unterschiedlichen Forschungsansätze und de-ren Methoden kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Indem sich die Studierenden punktu-ell Fragestellungen aus der aktuellen emprisch-systematischen Musikforschung selbstständig erarbeiten, erwerben sie Kenntnisse über die unterschiedlichen Teilgebiete der Systemati-schen Musikwissenschaft (z.B. aus den Themenbereichen musikalische Wahrnehmung, Wir-kungen von Musik, Emotion, musikalische Begabung, Expertise, Kreativität, Lerntheorien, Musik im Alltag, Funktionale Musik u.a.m.).
In der dritten Seminarstunde für L1-Studierende (neue SPoL, Modul ,5 in Verbindung mit Mo-dul 4) werden die erworbenen theoretischen Kenntnisse didaktisch reflektiert. Vor diesem Hintergrund werden gemeinsam mit den Studierenden Zugänge zu ausgewählten Musikstü-cken entwickelt und Fragen der „Kultur(en)erschließung“ im schulischen Kontext erörtert.
Literatur
Lehmann, A. C. & Kopiez, R. (2018): Handbuch Musikpsychologie. Bern: Hogrefe. Bemerkungen: Die Veranstaltung kann als Veranstaltung der systematischen Musikwissenschaft zweistündig besucht werden (16 –18) oder in Kombination mit Modul 4 (L1), Didaktische Reflexion von Kulturen erschließen (18 – 19).
- Nastavnik: Timo Fischinger
- Nastavnik: Ulrike Schwarz
- Nastavnik: Werner Jank
- Nastavnik: Johannes Hasselhorn
- Nastavnik: Ulrike Schwarz