Für die Gliederung von Unterricht bzw. von Unterrichtsstunden in Phasen, Schritte oder Stufen liegen in der Allgemeinen Didaktik zahlreiche Vorschläge in Gestalt von „Phasen-“ oder „Stufenschemata“ vor. Manche sind eher lernpsychologisch ausgerichtet, andere orientieren sich an Themen und ihren Sachstrukturen; manche beanspruchen fachunabhängige Gültigkeit, andere beziehen sich vorrangig auf ein Schulfach oder eine Fächergruppe. Oft lassen sie sich auf einen Dreischritt zurückführen: Einstieg – Erarbeitung – Ergebnissicherung (allgemeiner: Anfang – Hauptteil – Schluss). In der Musikdidaktik werden Fragen der Unterrichtsgliederung wenig diskutiert, obwohl sie für die Unterrichtspraxis natürlich wichtig sind. Unterrichtspraktiker*innen verfügen in der Regel über Routinen der Unterrichtsgliederung für unterschiedliche Arten von Unterrichtsstunden: Eine Stunde zur Erarbeitung eines Liedes oder Instrumentalstücks bekommt eine andere Phasenstruktur als eine Stunde zur Formanalyse eines klassischen Sinfonie-Satzes, eine Stunde über Musik in der Werbung wird anders aufgebaut als eine Stunde zur Einführung in die Musik und Musikphilosophie von John Cage usw.
Im Seminar geht es um Möglichkeiten des Aufbaus von Unterrichtsstunden und -einheiten im Fach Musik in der Praxis und um ihren Theorie-Hintergrund in Lernpsychologie und Didaktik.
- Trainer/in: Werner Jank
- Trainer/in: Johannes Hasselhorn
- Trainer/in: Johannes Hasselhorn
- Trainer/in: Ulrike Schwarz