Lehrende: Senker
- Profesor: Ernst August Klötzke
Lehrende: Klötzke
Lehrende: Senker
- Profesor: Ralph Abelein
Lehrende: Abelein
Lehrende: Senker
In den Popwelten, in denen uns Musik erscheint, ist diese kaum von Mode, Design und den visuellen Inszenierungen zu trennen - auf der Bühne und weit über sie hinaus. Wir werden in unserem Seminar daher die Betrachtungen bei einem Künstler beginnen, der primär mit dem Bereich der bildenden Kunst in Verbindung gebracht wird, auf diese aber keinesfalls begrenzt werden kann: Andy Warhol. Beschäftigt man sich mit seiner Arbeit, begegnet man immer wieder der Aussage, er habe den Künstler abschaffen und die Kunst in den Kommerz auflösen wollen. Zu fragen ist, ob sich der Kommerz seitdem künstlerischer versteht denn je. Die Inszenierungsstrategien Warhols wurden immer wieder aufgegriffen, unter anderem von dem Modemacher und Musikmanager Malcolm McLaren, dessen Produkt die Sex Pistols waren. Wir wollen untersuchen, welches Selbstverständnis Pop - und Punkmusiker vor dem Hintergrund entwickelt haben, gleichermaßen Künstler und Antikünstler zu sein - und ganz wichtig: was haben sie musikalisch beizutragen (künstlerisch, ökonomisch, sozial)? Für unsere Analysen werden wir wenige Partituren zur Verfügung haben. Darum ist ein wesentlicher Bestandteil des Seminars, Methoden für eine Höranalyse zu entwickeln ... und von den Kunst und Medienwissenschaften werden wir auch einzelne Herangehensweisen klauen müssen, um sie für unsere Zwecke dienlich zu machen - ergebnisoffen!
Literatur:
Peter Wicke. Rockmusik. Zur Ästhetik und Soziologie eines Massenmediums, Leipzig: Reclam 1987.
Greil Marcus. Lipstic Traces. A Secret History of the 20th Century. Cambridge (MA/USA): Harvard University Press 1989.
Diedrich Diedrichsen. Sexbeat. 1972 bis heute. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1985.
Diedrich Diedrichsen. Über Pop-Musik. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2014.
Lehrende: Hoffmann